Schulstart - Neubeginn
- info77292973
- vor 6 Tagen
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Bald sind für viele die langen Sommerferien vorbei. Für die Kinder heisst es wieder "ab in die Schule" und für die Eltern beginnt wieder ein Alltag mit Rhythmus und Terminen.
Jeder Mensch reagiert anders auf einen Neustart.
Ich persönlich verbinde meine Kindheits-Erinnerungen mit dem Schulstart nach den Sommerferien mit Unwohlsein, Bauchschmerzen und Traurigkeit.
Am liebsten wäre mir gewesen, wenn die Ferien nie geendet hätten. Ich genoss diese Zeit von Unbeschwertheit, von gefühlt null Verpflichtungen, einfach in den Tag hineinleben und mein zu Hause geniessen zu können.
Ich brauchte immer etwas Zeit, bis ich mich wieder an den Rhythmus der Schule gewöhnt habe. Teilweise fühlte es sich für mich wie Heimweh an, wenn ich in der Schule sass und an die tollen Ferientage dachte.
Es gibt Kinder, denen geht es genau gleich, wie mir früher. Dann gibt es die anderen, die sich sehr auf den Neustart freuen, darauf ihre Freunde wiederzusehen und Neues zu lernen. Einige Kinder werden vor lauter Vorfreude sogar krank.
Andere wiederum haben ihren Wohnort gewechselt und müssen sich in einer neuen Schule und Klasse zurechtfinden und intergrieren. Den einen fällt das leicht, anderen hingegen schwer, weil es ihnen Mühe bereitet neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften aufzubauen.
Es gibt Kinder und Jugendliche, die im vergangenen Schuljahr von Mobbing betroffen waren, darunter gelitten haben und nun mit Unsicherheit und Angst in das neue Schuljahr starten.
Auch für die Eltern bedeutet der Schulstart immer wieder eine Umstellung.
Die einen finden es traurig, dass die tollen Sommerferien bereits wieder dem Ende entgegengehen und damit auch die lockere Zeit vorbei ist – die Zeit, in der man vielleicht einmal länger ausgeschlafen hat, später ins Bett ging, zu anderen Zeiten gegessen hat und einfach das machen konnte, worauf die Familie gerade Lust hatte.
Wobei ich mich beim Schreiben dieser Zeilen gerade frage, ob es diese „lockere Zeit“ überhaupt noch gibt … Ich hoffe es. Ich selbst habe sie früher noch erlebt, und sie hat mir viel bedeutet.
Gleichzeitig stelle ich fest, dass auch die Ferien in vielen Familien immer stärker durchgeplant sind. Aus ganz unterschiedlichen Gründen, auf die ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen möchte. Ferienlager, Ausflüge, Reisen, Sportkurse, getrennt lebende Eltern – die vermeintlich freie Zeit wird schnell wieder zu einer Zeit, in der ein Termin den nächsten ablöst.
Andere Eltern wiederum sind vielleicht ganz froh, wenn die Schule wieder beginnt. Wenn sie wieder etwas mehr „Luft für sich“ haben, nicht ständig ein Programm organisieren müssen oder die Kinder nicht mehr den ganzen Tag zu Hause sind und sich – gefühlt zumindest – im Minutentakt in die Haare kriegen.
Der Schulstart löst bei Eltern ganz unterschiedliche Gefühle aus. Für die einen bedeutet er Abschied von einer besonderen, gemeinsamen Zeit. Für die anderen bedeutet er Entlastung, Struktur und ein kleines Stück Alltag, nach dem sie sich vielleicht sogar ein wenig gesehnt haben.
Beides darf sein.
Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte in sich. Seine Erfahrungen, Erinnerungen, Prägungen, Hoffnungen und vielleicht auch Verletzungen. All das beeinflusst, wie wir eine Situation oder eine Begebenheit, in diesem Fall den Schulstart, wahrnehmen und wie wir darauf reagieren.
Was für den einen befreiend und schön sein kann und mit Freude verbunden wird, kann für den anderen belastend und anstrengend sein.
Als Homöopathin nehme ich jeden Menschen mit seiner eigenen Geschichte wahr ohne zu be- oder verurteilen. Ich gebe mein Bestes, jeden Menschen dort abzuholen, wo er gerade steht, und ihn mit einem individuell ausgewählten homöopathischen Arzneimittel bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen – dort, wo er es gerade am meisten braucht. Aktuell vielleicht beim Schulstart.
Herzlichst
Sandra Jauch

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